Rauhnächteresümeé
Der Fotoapparat ersetzt den Hund
Das Wetter zwischen den Jahren 2025 und 2026 hat einem die Entscheidung darüber, dass Haus für einen Spaziergang zu verlassen, nicht besonders leicht gemacht. Nebel, Kälte, Schneefall und eisiger Wind. Ohne die Aussicht auf ein paar brauchbare Fotos wäre der innere Schweinehund sicher noch viel fetter geworden. Der Fotoapparat ist mein Hund zum Gassigehen.
Ziel dieser kleinen Reihe ist es, neue JPEG-Simulation zu testen und anzupassen. Nachdem die Fujifilm Super HG auf Bornholm so gute Ergebnisse geliefert hatte, sollte mehr Fuji ins Q-Menü.
24.12.25 FUJIFILM NPL auf der X-T3
Dieses Rezept liegt schon einige Monate auf den X-Trans III und IV-1 Kameras und soll eigentlich für die Fotografie bei Kunstlicht dienen. Um dieses JPEG-Rezept an einem grauen Tag einsetzen zu können, muss man zwangsläufig den Weißabgleich modifizieren, da die Grundeinstellung flourescent 3 schon sehr bläulich ist.
Letztendlich konnte mich dieses Rezept jedoch nicht ganz überzeugen. Den Bildern fehlt einfach die Brillanz. Das selbst entworfene VINTERKINO, das auf der ETERNA-Simulation basiert, hätte heute besser funktioniert.
25.12.25 FUJIFILM Pro 400H auf der GFX50SII
Bei Sonnenschein funktioniert fast jedes JPEG-Rezept. Das Pro 400H Rezept funktioniert hingegen perfekt. Die Bilder erscheinen kaum wie Fotografien, eher wie impressionistische Gemälde in Öl. Mit einem DR von 400% ergibt sich ein sehr großer Dynamikumfang. Von Highkey bis Lowkey ist alles möglich.
Das erste 2026er Panorama ist jetzt schon im Kasten, und dabei hat das neue Jahr gar nicht einmal begonnen...
26.12.25 Wenn man nicht mehr weiter weiß, dann fotografiert man in Schwarzweiß!
Ein grauer Tag. Alle Eichbilder in Farbe, vom Küchenfenster aus fotografiert, scheitern an diesem Grau.
Heute muss ein anderer 'Hund' vor die Türe, die NIKON Z5, weil die Schwarzweiß am besten kann.
So komme ich wenigstens für eine Stunde an die frische Luft, wenn schon keine große Kunst entsteht.
28.12.25 FUJIFILM Pro 400H auf der X-T3
Viel Hoffnung auf Sonnenschein besteht zunächst nicht und der Gang vor die Tür ist eher eine lästige Pflicht, die in der ToDo-Liste steht, als eine Freude. Dann aber schimmern zarte, blaue Flecken zwischen den Wolken hindurch. Jetzt kann das Pro 400H Rezept zeigen, was es kann. Was sofort ins Auge fällt: Schatten sind bläulich und die Lichter schimmern rosa.
Bei der Nachbearbeitung sollte man gar nicht erst versuchen, mehr Kontrast in die Bilder einzurechnen. Die Farben werden dann nämlich zu aufdringlich und wirken irgendwie auch 'falsch'.
Dieses JPEG-Rezept bleibt.
02.01.26 FUJIFILM Pro 400H auf der GFX50SII
Wieder so ein gräulicher Tag. Ich schaffe es erst in der Abenddämmerung vor die Türe. Mit Pro 400H habe ich meine neue JPEG-Geheimwaffe dabei, oder irre ich mich da vielleicht?
Der blau-rosa Kontrast erscheint mir nicht richtig. Die Farbsättigung ist geradezu unverschämt aufdringlich. In den Schatten fehlt jegliche Zeichnung. Hatte das nicht die Rezeptvariante auf der X-T3 besser gemacht?
Ich werde das Rezept auf der 'Dicken Bertha' versuchsweise ersetzen.
04.01.26 FUJIFILM Pro 400H (X-T3) auf der GFX50SII
Traumwetter auf der Aidlinger Höhe. Die X-T3-Variante des Pro 400H Rezeptes funktioniert nur halbwegs auf der GFX50SII. Bei fast allen Bildern muss ich in post den Weißabgleich korrigieren: Zuviel Rot und ein unnatürliches Blau.
Die Erkenntnis kommt erst beim Eichfoto am Küchenfenster. Das Pro 400H Rezept ist kein Allrounder. Schnee und Dunkelheit (Dämmerung) sind die Feinde dieses Rezeptes.
Die 'Dicke Bertha' erhält die vorhergehende Variante des Rezeptes zurück.






















































































































