Winterwanderung - Aidlinger Höhe

Mir fiel nix besseres ein...

Wenigstens eine Bergtour würde ich in diesem Rauhnachturlaub gerne unternehmen. Mir fällt aber einfach keine ein. Ich ziehe die mittlerweile umfangreiche Alpinliteratur zurate. Das Ergebnis: "Kenn ich schon!" "War ich schon!" "Nicht schon wieder!"

Der verzweifelte Griff ins Bücherregal langt nach Birgit Gelders Winterwanderbuch, so groß ist meine Verzweiflung mittlerweile. Lustlos blättere ich es auf der Suche nach Inspiration von hinten nach vorne durch. Erst bei Tour Nr. 1 halte ich inne. Aidlinger Höhe, nie gehört? Und in den Bergen ist das auch nicht wirklich. Bevor ich aber Zuhause verrotte, anschauen kann man sich das ja mal...

geografische Einordnung:


erreichte Gipfel:

weitere Wegepunkte:

Talort(e):


Schwierigkeiten:

Höhendifferenz Aufstieg/Abstieg:

Distanz:


Zeitbedarf inkl. Pausen:

Bayerisches Voralpenland


Aidlinger Höhe 788 m

Höhlmühle

Habach


Wandern: T1        Klettern UIAA: -/-         Klettersteig: -/-         Schneeschuhe: -/-

305 m / 305 m

10,1 km


02h54m

Minus zwölf Grad Celsius zeigt das Außenthermometer an, als das Auto auf den geräumigen und kostenlosen Parkplatz in Habach rollt. Eine lange Unterhose wäre heute keine schlechte Idee gewesen. Dann muss ich am Anfang eben schneller laufen. Und das tut auch Not, weil man den ausgedehnten Höhenzug südlich von Habach auf seiner Nordseite, in schattigem Wald gewinnen muss. Apropos Müssen müsste ich auch mal. Das könnte heute eine sehr kurzweilige Aktion werden...


Alles ändert sich mit dem Überschreiten der Kammlinie. Es geht hinaus in die Wintersonne, die dennoch wärmt, und dann nach rechts weiter zur Aidlinger Höhe. Sofort wird mir klar, dass ich hier nicht zum letzten Mal gewesen bin. Der Ausblick ist grandios und es gibt eine Bank, eine Sitzbank...


Unter der warmen Wintersonne schlendere ich nach Osten. Weil alles so neu ist, klickt der Fotoapparat heute schon sehr oft. Da ist z.B. die Weidefläche, die den Blick bis Alp- und Zugspitze freigibt. Un d alles schaut so unberührt aus.


Ich schwenke zur Rückkehr nach Habach ein. Dabei kommt mir ein unsinniger Abstecher in den Sinn, weil ich glaube, auf dem Garmin-Mäusekino einen eleganteren Rückweg zu finden. Das war dann doch nur ein stillgelegter Schlepplift und Querfeldein muss heute nicht mehr sein. So endet die Runde auf dem regulären Weg.


Nicht schlecht für eine Keine-Bergtour! Und wenn ich morgen Lust habe, dann geh ich eben zum x-ten Male auf den blöden Fockenstein...


Zing • 4. Januar 2026