Auf neuen Wegen auf den Kofel
Man lernt nie aus!
Der Kofel ist ein alter Bekannter. Mich wurmt jedoch, dass ich noch niemals die rechte Umgehung des Marxersteigs gefunden habe. Also erklärte ich das zum Expeditionsziel dieser kurzen Sonntagsbergtour.
Im steileren Teil stoße ich immer wieder auf mögliche, verfallene Abzweiger nach rechts. Das passt jedoch alles nicht zur OSM. Kurz bevor die lange Querung nach links in die Rinne mit den Höhlen beginnt, erkenne ich jedoch so etwas wie eine schwache Rampe im Waldboden. Ich folge der vermeintlichen Pfadspur. Rechts und links neben mir erkenne ich nun auch Pfadspuren, oder ehr nicht. Totholz erschwert das Fortkommen. Laut Navi müsste ich bald mal nach oben abbiegen. Den markanten Felsaufbau sehe ich kaum noch. Dann erreiche ich eine breite, flache Rinne, die leichter nach oben führt. Diese müsste irgendwann auf den Weg vom Kolbensattel treffen. Ich halte mich lieber wieder links, um näher am Kofel zu sein.
Die Spuren könnten auch von einer Gams stammen. Die Köttel gehören sicher der Gams. Der Spur folgend hoffe ich darauf, dass sie irgendwo in der Einsattelung vor dem Gipfelaufbau endet. Doch plötzlich stehe ich vor einer Kalkmauer von links führt ein Steig herauf, auf der rechten Seite kann man etwas tiefer Wanderer hören. Ich folge einer erdigen Spur und treffe tatsächlich an der Stelle auf den König-Ludwig-Steig, wo der seilversicherte Bereich beginnt.
Ein absolutes Novum! Ich mache keine Gipfelfoto! Bedenklicher könnte nur sein, dass es mir gar nichts ausmacht.
Der Abstieg über den Marxersteig führt an den bekannten rostigen Rasselketten und den beiden großen Höhlen vorbei schnell hinunter. Als ich zum großen Quergang, dieses Mal nach links, ansetze, fällt mir eine dünne Spur durch eine schrofige Rinne auf. Die steile Rinne führt direkt unter der rechten Wand der Felsen nach oben. Ich folge dem mühsam einige Meter und erkenne worauf das hinaus läuft. Das ist der Steig, der vorhin von links unter die Kalkmauer führte.
Dabei lasse ich es bewenden, kehre um und steige für heute nur noch ab. Beim nächsten Besuch lassen sich diese beiden losen Enden des gpx-Tracks dann sicher auch noch verbinden.


















