2. Generation aber 1. Klasse - Fujifilm X-T1
Mit alten Kameras lernt man Fotografieren!
Eigentlich hätte ich heute Astrofotos bearbeiten wollen. Aber dazu kommt es leider nicht. Thank you for vermasseling Deutsche Bahn! Stattdessen ziehe ich die Vorstellung einer neuen alten Kamera vor, der Fujifilm X-T1. Ihr X-Trans-Sensor der 2. Generation soll zunächst der Untersuchung des Einflusses von Sensorgenerationen auf das Erscheinungsbild von Fujifilm-Filmsimulationen. Dabei lernt man schnell die Vorzüge dieser hübschen Kamera schätzen.
Erst vor ein paar Tagen hatte ich die Fujifilm X-E1 vorgestellt und war ganz begeistert von ihrer Eignung als Bergkamera. Da hatte ich die X-T1 noch nicht in den Händen gehabt. Letzte Woche kam das gut erhaltene Gehäuse aus Turku, Finnland bei mir an. Ich war sofort verliebt.
Die X-T1 ist nur unwesentlich größer und schwerer als die X-E1, ist dafür jedoch technisch bereits signifikant weiterentwickelt. Obwohl zwischen den beiden Kameras nur ein Jahr liegt, ist der Vorsprung der zweiten X-Trans-Sensor-generation sofort spürbar. Der AF ist treffsicher, die Hochlaufzeit nach dem Einschalten deutlich verkürzt, LCD/EFV klarer und schneller und die X-T1 verfügt über die so entscheidende CLASSIC CHROME Filmsimulation.
Auf Anhieb besteht die X-T1 den "Küchenfenstertest". Endlich ein KODAK-PORTRA-Rezept, das ohne Nacharbeit auskommt und sooc beste Ergebnisse liefert. Als EDC-Camera könnte sie der X-E1 schnell den Rang ablaufen. Die X-T1 ist wetterfest bis -10°C und somit prädestiniert als Bergkamera nicht nur im Winter!
Und was gibt es zu meckern?
Bei ISO 3200 rauscht sie bereits deutlich. Als Kamera mit X-Trans 2 Sensor verfügt sie über keine grain-Simulation, außer man würde das starke Rauschen ab ISO 3200 als solches betrachten. EVF und LCD liefern noch immer kein wysiwyg und highlight warning gibt es auch nicht. Man muss also die Bilder kontrollieren, was nicht ganz so schlimm ist, weil die X-T1 bereits deutlich effizienter mit der Batterieenergie umgeht als etwa die X-E1.
Dann gibt es da noch eine erfreuliche Überraschung. Dieser Bericht ist schon längst veröffentlicht, als ich das LAOWA CF 12-24 F5.6 Zoom Shift an der X-T1 montiere. Am 16MP-Sensor bildet dieses schwierige Objektiv deutlich klarer und kontrastreicher ab, als an den nächsten beiden Sensorgenerationen mit 24MP bzw. 26,6MP. Ich führe das darauf zurück, dass dieses MF-Objektiv über keine elektronische Kommunikation mit einer Fujifilm-X Kamera verfügt. Damit kann die Kamera auch keine Abbildungsfehler im JPEG korrigieren. An den höher auflösenden Sensoren scheint eine solche Korrektur eher erforderlich zu sein als am 16MP-Sensor der X-T1.







































