Ein Ausflug zu den Erbseninseln
Zum östlichsten Landpunkt Dänemarks
Ein Besuch auf den Erbenseninseln ist fast schon ein Muss auf einer Bornholm-Reise. Dieses Highlight möchte ich mir in diesem Jahr auf keinen Fall entgehen lassen. Allerdings will der Zeitpunkt gut gewählt sein, weil eine Überfahrt und der Aufenthalt dort bei Regen und Sturm sicher nicht so schön sein mögen.
Gudhjem und das Warten auf's Schiff
Das Schiff nach Christiansø fährt entweder um 10:00 Uhr oder um 12:30 Uhr. In der Nacht ist eine Kaltfront prasselnd über Bornholm hinweggezogen und um 10:00 Uhr ist es noch grau und nass auf der Insel. Ich entscheide mich deshalb für die Abfahrt um die Mittagszeit, um die Ertholmen später bei Sonnenschein erleben zu können.
Die Zeit bis dahin vertreibe ich mir in Gudhjem mit bird watching und allem, was man sonst noch watchen kann. Zeit ist ein wichtiges Stichwort. Gudhjems östliche Länge beträgt exakt 15°. Nirgendwo sonst auf Bornholm oder in Dänemark stimmen MEZ im Winter bzw. MESZ jetzt im Sommer so genau wie hier mit der Anzeige auf der Uhr überein. Die Dänen sprechen deshalb sogar von Gudhjem-Zeit.
Überfahrt nach Christiansø
Die Überfahrt beginnt zunächst in Richtung Nord. Das Schiff rollt dabei mächtig. Einige Passagiere schauen schon recht grün aus. Als das Schiff dann nach NW schwenkt, schlingert es in den nun vom Heck her anrollenden Wellen. Während die meisten Passagiere jetzt nach vorne schauen, um ja nichts von Christansø zu verpassen, füttern zwei am Heck die Fische. Heute musste man schon ein wenig seefest sein...
Auf den Erbseninseln
Zunächst habe ich mir die Frage gestellt, ob drei Stunden Aufenthalt aus-reichend sind, um alles zu sehen. Die erste Runde über Frederiksø, das ist die kleinere der beiden Hauptinseln, dauert dann nur 20 Minuten. Christiansø nimmt eineinhalb Stunden ein. Wenn man sich vorstellt, dass hier im Jahr 1810 tatsächlich 829 Menschen gelebt haben, dann ergibt das eine anstrengende olfaktorische Vorstellung.
Man kann hier übrigens auch als Übernachtungsgast einchecken. Wenn das letzte Schiff um 16:30 Uhr die Insel verlässt, dann wird hier außer Wellen und Möwen nicht mehr viel zu hören sein.
Dann läuft die Ertholm wieder in den Hafen ein und alle strömen hektisch zum Schiff. Dabei sind die Wege auf Christiansø doch so kurz und das Schiff legt erst in dreißig Minuten ab.
Als wir dann endlich wieder auf See sind, ruhen auch die Kameras. Der Tag war lang und ereignisreich. Ich bin müde und döse auf dem Sonnendeck Bornholm entgegen. Irgendwo hinter mir füttert einer wieder die Fische. Zum Glück weht mir der Wind entgegen.



































































































































































