Endlich wieder Spechteln
Durchschauen ist besser als Anschauen.
Pünktlich von der Arbeit raus. Die Bahn hat mich pünktlich heimgebracht. Beim Laufen war ich auch schon. Jetzt könnte ich noch das Fernrohr auf den Balkon stellen und ein wenig in den Himmel schauen...
Mond: Der Krater Clavius liegt zum größten Teil noch im Schatten des nahen Terminators. Nur die Ring seiner beiden inneren Ringgebirge sind beleuchtet. Das wäre ein schönes Motiv für eine Planetenkamera. Die ZWO ASI662MC wäre genau das richtige Modell.
Sirius: Hier überprüfe ich die Kollimation des MAK, der sich noch in der Auskühlphase befindet. Das Seeing ist mies (ca. 3") und das Beugungsscheibchen weist noch Anzeichen einer Luftbewegung auf. Immerhin sind die Beugungsringe konzentrisch.
OS M41: Die astronomische Dämmerung hat noch nicht eingesetzt und 82-fach ist schon fast zu viel für diesen lockeren Haufen. Viel gibt es nicht zu sehen.
Jupiter: Die vier Galileischen Monde sind heute schön verteilt, drei links und einer auf der rechten Seite. Die Wolkenbänder weisen einige Strukturen auf und ich bemerke erneut einen kleinen, orangenen Punkt am Nordrand des SEB. Das ist nicht der GRF. Der GRF wird erst in ca. 30 Minuten auftauchen.
Abrupt endet diese kurze Beobachtungssession. Nebel zieht auf und um 19:00 Uhr sind Mond, Jupiter & Co. bereits nicht mehr zu sehen. Wie gut, dass das gewählte Setup schnell und ohne große Mühe auf- und abgebaut werden kann...