JPEG-Rezept des Monats - ACROS
Wem es zu bunt wird, der macht's in Schwarzweiß!
2022 war mein schwarzweißes Jahr. Viele JPEG-Rezepte wurde in dieser Zeit ausprobiert. Nur eines dieser JPEG-Rezepte hat es auf alle meine Fujifilm-Kameras geschafft und wird auch regelmäßig verwendet: FUJI ACROS! Es handelt sich dabei um eine geringfügige Modifikation der geleichnamigen Fuji-Filmsimualtion. Ein kleiner Tweak macht jedoch den großen Unterschied.
FUJI ACROS
Das Ass im Ärmel der zugrundeliegenden Filmsimulation ist, dass das Filmkorn bereits eingebaut ist. Grain effect und grain size werden als Parameter überflüssig. Größe und Struktur der Acros-Körnung werden einzig durch die ISO-Einstellung beeinflusst. Je höher die ISO-Einstellung, desto gröber das Korn!
Der große Dynamikumfang des JPEG-Rezeptes erlaubt eine umfangreiche, aggressive Nachbearbeitung. Man sollte sich jedoch schon vor der Belichtung überlegen, ob später eine ausgewogene Tonwertwiedergabe, High-Key- oder Low-Key erreicht werden soll.
Das JPEG-Rezept funktioniert auf mit allen Sensorgenerationen gleich gut. Eine diesbezügliche Anpassung ist also nicht erforderlich.
Der Weißabgleich sollte bei der Schwarzweißfotografie eigentlich keine Bedeutung haben. Eigentlich! Die Wiedergabe der Lichter wird tatsächlich doch davon beeinflusst. Die hier gewählte Einstellung mit Acros+R und INC R-8 B-8 ist perfekt für Tageslicht, egal ob direkte Sonne oder bedeckter Himmel. Bei Kunstlicht passe ich meist nicht die whitebalance an, sondern wähle Acros+Y als Grundrezept.
Das
FUJI ACROS
JPEG-Rezept für X-Trans V, IV und III Sensoren:
Filmsimulation: Acros+R
grain effect: -
grain size: -
color chrome: -
color chrome blue: -
white balance: INCANDESCENT R-8 B-8
dynamic range: DR 200%
highlights: +2
shadows: +2
color saturation: -
sharpening: 0
noise reduction: -3
clarity: 0
ACROS - verschiedene Beispiele
Schwarzweiß ist eine gute Wahl, wenn Formen und Linien die wesentliche Information enthalten z.B. in der Architekturfotografie. Lästige Graffiti lassen sich beim Streunen durch lost places ebenfalls in ihrer aufdringlichen Art abmildern.
Der Sommer ist nicht unbedingt die liebste Jahreszeit des Fotografen. Die eintönige Dominanz von blauem Himmel und schlicht grünem Laub bei hochstehender Sonne lassen jegliche Strukturen zur Nichtigkeit verschwinden. Schwarzweiß ist dann oft die Lösung.
Alternative könnte die "normale" Schwarzweiß-Filmsimulation sein. Die hinterlässt jedoch den Eindruck einer entsättigten Farbfilmsimulation. ACROS sieht im Ergebnis wie richtiger Schwarzweißfilm aus.
FUJI ACROS für NIKON Kameras
Nein, das habe ich leider nicht hinbekommen. Allerdings muss ich gestehen, dass NIKON sehr gut sw-JPEGs liefert. Vielleicht ist das ja mal ein Thema für das JPEG-Rezept des kommenden Monats Juli.

















