Oslo - vom grauen Tag in die bunte Nacht
Praxistest auf einer Städtereise
Ob des grauen Wetters bin ich schon ein wenig frustriert. Tagsüber habe ich nicht das richtige JPEG-Rezept gefunden. FUJI PRO 400H war zu knallig, PORTRA AWB zu wenig akzentuiert. Zum Aufgeben ist es jedoch noch zu früh. Deshalb breche ich nochmals auf, um mir Oslos schöne Oper und das Munch-Museum bei Nacht anzuschauen. Dabei erlebe ich einen der seltenen Hopper-Momente...
Ein JPEG-Rezept für die Nacht
Es gibt Versuche den CINESTILL 800T als JPEG-Rezept umzusetzen. Ich finde die alle weniger gelungen und grün. Ritchie Roesch's FUJIFILM NPL T ist demgegenüber sehr stabil. Durch leichte Modifikation des Weißabgleichs lässt sich das Rezept leicht an verschiedene Kunstlichtquellen anpassen.
Die Ergebnisse begeistern mich schon beim schnellen Rückblick auf das LCD, wenngleich der Nacharbeitsbedarf kaum zu verleugnen ist. Der graue Himmel wird unschön von den Lichtern der Stadt aufgehellt. Das muss später schwarz werden!
Dann schaue ich auf die erleuchtete Fassade des Munch-Museums und entdecke eine Szene, wie sie auch dem Pinselstrich von Edward Hopper entstammen könnte.

Zwei verlorene Figuren ohne direkten Blickkontakt suchen Orientierung in einem großen, kalten, leeren Raum. Nur eine nicht mehr wahrnehmbare Schicht aus unsichtbarem Glas trennt die Verlorenen von der dunklen, ausweglosen Nacht. Die Szene erscheint der realen Welt entrückt zu sein.




















