Schnelle Bergwanderung - Heigelkopf

Neuer Weg auf einen alten Bekannten

Auf der Liste der schnell erreichbaren Voralpengipfel für die schnelle Bergwanderung zwischendurch rangiert der Heigelkopf ganz oben. Heute macht er sogar dem Vorderen Hörnle den ersten Platz auf dieser Liste streitig.

Nach der Nacht unter den Sternen komme ich heute erst um 10:00 Uhr aus den Federn. Nachdem alle Teleskope und Montierungen wieder feinsäuberlich aufgeräumt worden sind, ist mir nach etwas Bewegung, und zwar in den Bergen. Es gibt da eine Seite des Heigelkopfs, die ich noch nicht kenne, die jedoch eine kurze Anfahrt von 1:20 h verspricht und dazu noch einen schnellen, sehr direkten Anstieg.

Na gut, der Sonntagsbauer fährt mit dem Traktor vor mir her, von der Autobahnabfahrt bis fast zum Zielpunkt der Reise. Die Anfahrt dauert unter widrigen Bedingungen dennoch nur 1:30h. Wieviel soll ich in die Parkuhr einwerfen?

geografische Einordnung:


erreichte Gipfel:

weitere Wegepunkte:

Talort(e):


Schwierigkeiten:

Höhendifferenz Aufstieg/Abstieg:

Distanz:


Zeitbedarf inkl. Pausen:

Bayerische Voralpen


Heigelkopf 1.218 m

-/-

Parkplatz Quellenstraße


Wandern: T2       Klettern UIAA: -/-         Klettersteig: -/-         Schneeschuhe: -/-

570 m / 570 m

8,0 km


02h47m

Die Preise sind günstig auf dem Parkplatz am Quellengrund. Drei Stunden kosten nur 1,- €, sechs Stunden 2,- . Drei Stunden könnten knapp werden, also 2,-€! Zunächst geht es auf einer breiten Forststraße in den Wald. Am Ende einer langgezogenen Linkskurve erreicht man eine Art Unterstand mit Heiligenbildchen. Dort zweigt man nach rechts ab. Jetzt geht es zur Sache. Der Weg führt immer steiler durch den Wald und man kann sich kaum noch vorstellen, dass hier Fahrzeuge fahren könnten.

Der Vorteil steiler Anstiege ist, dass man schnell oben ist. Die ersten 470 Hm sind nach einer Stunde abgespult, als mich das Navi in einer weiten S-Kurve nach oben zur Lichtung auf der Kammlinie leiten möchte. In der Mitte des S findet diese Kurve allerdings ihr Ende. Durch den dichten Wald geht ja wohl kaum ein Pfad. Es raschelt verdächtig im Unterholz. Ich kehre um und finde tatsächlich eine Pfadspur neueren Datums. Nur noch 70 m durch lichten Wald und ich stehe in der Sonne.

Das Gipfelkreuz des Blomberg lasse ich links liegen und start sodann gleich zum Heigelkopf durch. Die letzten 50 Hm unterschätzt man dabei oft. Um diese Zeit ist so gut wie gar nichts los. Zwei Schnatterenten gackern auf einer entfernten Bank dummes Zeug. Den Blick auf das Isartal habe ich ganz für mich alleine. Heigelkopf am Abend, erquickend und labend!


Es folgt, wie so oft nach einer Bergbesteigung, der Abstieg. Auf einer breiten Forststraße geht es bequem dahin. Die Abschneider vom Heigelkopf hinab in den Wald hat man übrigens mittlerweile versperrt: "RespekTiere die Natur!" Da stimme ich zu.


Apropos Abschneider, als ich fast schon wieder den Unterstand mit Heiligenbildchen erreicht habe, zwiegt eine mehr als deutliche Spur nach rechts, hinab in den Wald, ab. Irgendwann versperrt ein umgestürzter Baum den Weg durch den Knappengraben. Auf eine rustikale Fortsetzung dieser Schnellbergwanderung habe ich heute jedoch keine Lust. Das Navi hat dort zudem einen blinden Fleck. Ich kehre um, um nach ca. 100m über eine im Wald versteckte Weidefläche zuück zur Forststraße zu gelangen. 1,- € hätte heute übrigens ausgereicht. Für die Zukunft weiß ich, dass sich im Idealfall 2:40h Autofahrt mit ca. 2:20h Bergtour (ohne Verhauer, Fotografieren und Gipfelrast) am Heigelkopf kombinieren lassen. Damit teilt sich der der Heigelkopf nun mit dem Vorderen Hörnle (3h Fahrt + 2h Tour) den ersten Platz auf der Liste der schnell erreichbaren Voralpengipfel für die schnelle Wanderung zwischendurch!


Zing • 26. April 2026