Astrofotografie - IC1805, IC1848
Ein Herz und eine Seele!
Unangenehme Wahrheit einer dritten Astrofotografie-Nacht in Folge ist, dass ich mal wieder duschen müsste. Deshalb ist heute nur noch eine Stunde Belichtungszeit im Budget. Mir fällt dazu nur Heart&Soul ein.
Zielsetzung:
Zuletzt hatte ich diesen Nebelkomplex vor 15 Jahren mit einer CANON 350Da abgelichtet. Damals ein großer, persönlicher Erfolg. Nun möchte ich wissen, ob die 750Da mit ihrem deutlich geringeren pixel pitch das auch schafft.
Aufnahme und Ergebnis:
Heute ist der Wurm drin. Ich brauche fast 20 Minuten, um die Montierung einzunorden. Ist der Polarstern etwa geklaut worden? Das nächste Mysterium folgt sogleich. Als ich die Verteilerbox an die Powerstation anschließe, leuchtet die rote LED nicht. Andere Buchse? Nee, funktioniert auch nicht. Ich schaue mir den Stecker genauer an und nehme ihn auseinander. Die eingebaute 5A Feinsicherung ist durchgebrannt. Wie das ohne Last passieren konnte, ist mir schleierhaft. Folgeaufgabe: Drei Stecker und nur zwei intakte Sicherungen. Heute muss ich auf die Beheizung der Optik verzichten. Hoffentlich geht das bloß gut ...
Erst kurz vor acht Uhr kann ich auf den Auslöser drücken.
Wieder ist die manuelle Parametrierung des strech besser als der voreingestellte Automat. Die KI versucht ständig auch schwächste Spuren von Gasnebeln noch zu erhalten. Der Hintergrund erscheint dadurch verrauscht und unruhig. Alle Signale nur knapp über der Rauschgrenze müssen eliminiert werden!
Die 750Da war also keine Verschlechterung und auch keine Verbesserung.

Verbesserungspotenzial:
Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, mehr Belichtungszeit ist immer gut! Beim nächsten Versuch könnte man auf 100mm Brennweite reduzieren und so auch noch den Perseus-Doppelsternhaufen mit aufs Bild nehmen.