Astrofotografie Jupiter - der zweite Versuch

Weniger ist mehr!

Nächster Versuch mit der neuen Planetenkamera an Jupiter. Dieses Mal ohne Barlow-Linse, mit einem Prozess und etwas weniger Nachbearbeitung. Es hat sich gelohnt, denn manchmal ist weniger einfach mehr.

Objektiv(e), Teleskop(e):

Kamera:

Montierung:

Guiding:

Belichtung:


Objekte:


Bildbearbeitung:

Skywatcher MAK 127/1500mm

ZWO ASI662MC

Skwatcher EQM-35-Pro

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start 2026-03-06T18:50:49.964Z: 1000 frames á 8,0 ms, gain = 310, 640x480 px, 21,3 °C, WB B=86 R= 92, RAW8 !


Jupiter + Io


ASIstudio, GIMP, Capture One

Wie die Bilder sich doch gleichen können. Inhaltlich hat sich zum Foto von gestern Abend wenig verändert. Die beiden Aufnahmen liegen 22,5 h auseinander und Jupiter liefert ca. alle 10,5 Stunden eine Wiederholung, wenngleich das aufgrund der differentiellen Rotation seiner Gasatmosphäre natürlich nicht ganz richtig ist. Aber besser eine gute Schätzung als eine exakte Berechnung, die niemals fertig wird...

Mit umgebautem Balkon und ohne Barlow fällt mir die Arbeit am Teleskop heute schon viel leichter. Das Ergebnis erscheint natürlicher bzw. entspricht eher dem, was man auch visuell, beim Blick durch das Okular sehen würde. Der gelbgrüne Punkt links von Jupiter, in etwa drei Planetendurchmesser Abstand, das ist übrigens der Jupitermond Io. Die Farbe stimmt schon mal...


Auch der Prozess der Weiterverarbeitung wurde angepasst. Ich habe mich dazu entschieden von einem gelungenen Bild lediglich das Originalvideo, die von ASIStudio gestackte FITS-Datei, das JPEG und die Info-Datei zu behalten. Mit GIMP wird dann das JPEG auf 2560x1920 Pixel erweitert. Anschließend erfolgt noch die letzte Nachbearbeitung in Capture One. Ohne weißen Rahmen kommt mir das Bild nicht in die Tüte...


Der UV blur ist offensichtlich. Im Falle von IO führte das sogar zu einem Doppelbild. Ein einfaches IR/UV-Sperrfilter gibt es um 18,- EURO schon bei Amazon.

Zing • 6. März 2026