Jupiter und 1st light für die ASI662MC

Ein Foto sagt trotzdem mehr als tausend Worte!

Gestern ist die neue Planetenkamera endlich eingetroffen. Leider hatten wir wieder einmal DDN (Dachauer Dauernebel) und ich musst mich bis heute gedulden, um die ersten Photonen mit dem CMOS-Sensor einzufangen.

Objektiv(e), Teleskop(e):

Kamera:

Montierung:

Guiding:

Belichtung:


Objekte:


Bildbearbeitung:

Skywatcher MAK 127/1500mm + 2-fach Barlow

ZWO ASI662MC

Skwatcher EQM-35-Pro

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start 2026-03-05T19:57:53.282Z: 1000 frames á 8,333 ms, gain = 400, 640x480 px, 19,6 °C, WB B=86 R= 92, RAW16


Jupiter


ASIstudio, GIMP, Capture One

Gleich mit der Barlow-Linse loszulegen, war vermutlich zu viel. Die berechnete Optimalbrennweite beträgt fopt = 612 * 2,9 µm / 0,95" = 1.868 mm, sofern man möchte, dass 1 pixel einem Drittel des Auflösungsvermögens entsprechen soll. Die 1.500mm Primärbrennweite des MAK hätten im ersten Versuch vermutlich auch funktioniert. Durch den Umstand, dass das Barlow-Element in den Stutzen der Kamera geschraubt werden musste und das IR-Sperrfilter in eine weitere Steckhülse, ist auch eine leichte Verkippung der optischen Elemente zueinander in den Strahlengang eingeflossen. Geisterbilder sind die Folge. Den optimalen Fokuspunkt finde ich auch nicht. Bei der Bedienung des Fokusknopfes kann ich nur schlecht den Rechner mit dem Livebild im Auge behalten. Den Balkon muss ich beim nächsten Versuch unbedingt umorganisieren...


Das Stacken des primären Videos mit ASIStudio ist hingegen sehr einfach. Ein langwieriger Prozess mit PIPP, AutoStakkert und Registax entfällt. Für die Datenablage muss ich allerdings noch einen effizienten Prozess finden. Viele, wenngleich auch kurze Videos nehmen auch einigen Platz auf der Festplatte ein, und muss man wirklich alle Daten behalten, die man jemals erzeugt hat? Ach, mit Capture One lassen sich Bilder von nur 640x480 Pixel gar nicht ohne weiteres verarbeiten. Die Arbeitsfläche ist mit GIMP zunächst auf mindestens die Größe der Vorschaubilder zu erweitern.


Beim nächsten Versuch also ohne Barlow-Linse, also nur im Primärfokus des MAK, aber das hatten wir schon. Auch ist noch zu prüfen, ob nicht ein kombiniertes IR/UV-Filter angeschafft werden muss, weil das vorhandene IR-Filter nicht ausreichend ist. Die violetten Geisterbilder am Rand der Planetenscheibe könnten nämlich nicht zuletzt von UV blur herrühren.

Zing • 5. März 2026