Die Alltagstauglichkeit der Fujifilm X-E1
KODAK-PORTRA-Rezept sooc oder mit Zing's tweak?
Eine der ganz seltenen Gelegenheiten in diesem verrückten Jahr, um auch einmal auf dem Weg von und zur Arbeit die EDC-Kamera mitzunehmen. Die X-E1 steht ja seit vorgestern unter Beobachtung. Heute ist die Mission einfach: Kann man Piotr's Portra ohne weitere Bearbeitung hernehmen oder braucht es unbedingt Zings Nachbearbeitung, damit ein Portra-Rezept wie Portra aussieht?
Es gelingen nur drei Aufnahmen während des Wartens auf den Bus 63. Über der Donnersbergerbrücke geht gerade die Sonne auf. Der Abstand zwischen Licht und Schatten ist dementsprechend noch groß.
Ich bin Piotr Skrzypek für seinen Entwurf eines JPEG-Rezepts des Kodak Portra sehr dankbar. Ohne das wäre die X-E1 für nicht brauchbar. Allerdings weist dieses für X-Trans-1-Sensoren zugeschnittene Rezept doch auch einge Schwächen auf. Spitzlichter lassen den Rotkanal zum Teil ausbrennen und das, obwohl ich schon sehr genau auf das Histogramm achte. Dafür ist in den Schatten kaum Zeichnung vorhanden.
So kommt es nun, dass ich die gleiche Capture-One-Korrektur über jedes Portra-JPEG der X-E1 laufen lassen muss, um endgültig zufrieden zu sein. Spitzlichter im Rotkanal abdunkeln, Schatten aufhellen und dann noch ein kräftiger Dreh am Farbton. Nicht zu vergessen zuletzt noch Korn dazu, also ich meine Filmkorn! Wobei, man könnte sich die Fotos auch einfach schönsaufen...
Jeder darf seine Meinung haben und auch behalten. Mir gefällt meine Variante besser. Das ist jedoch auch das Problem. Die X-E1 erfüllt damit nicht meinen Anspruch an eine Alltagskamera, die fertige JPEGs ohne weitere Bearbeitung liefern muss.
Was das wohl für meine FUJIFILM X-E1 bedeutet?





