Jahresrückblick 2025 und Ausblick auf 2026 - Reisetätigkeiten
Man muss es nehmen, wie es kommt.
Die Rückkehr nach Helsinki im Sommer habe ich leider verpennt. Stattdessen gab es fünf Tage auf den abgestorbenen Gletschern der Stubaier Alpen. Das sind die einzigen beiden Dinge, die ich in der Retrospektive etwas bereue.
Dass aus der Pellworm-Idee dann Bornholm wurde, ist eine glückliche Fügung des Schicksals. Anstelle von Helsinki gabs dann eine andere europäische Hauptstadt: Stockholm, auch nicht schlecht. Und dann war da noch Zingst, das sich im Rückblick wie eine Auslandsreise anfühlt.
Stockholm im März 2025
Diese skandinavische Hauptstadt fehlte noch auf meiner Liste, und weil etwas Neues immer interessanter als etwas Bekanntes ist, wurde daraus meine erste Reise des Jahres 2025. Solange ein paar brauchbare Fotos entstehen, ist eine Reise schon mal nicht schlecht. Stockholm war o.k., nur leider ist der Funke auf mich nicht übergesprungen. Eine Wiederholung wird es vermutlich so schnell nicht geben.
Zingst, Darß, Ossi-Land
Kurz darauf folgte Zingst, das in meiner persönlichen Raum-Zeit-Berechnung nur zwei Stunden von München entfernt ist: 1 Stunde Flug nach Berlin und von dort mit dem Auto in einer weiteren Stunde an die Ostsee. Ich hatte mich geirrt. Deutschland ist viel größer. Auch ist die Kluft zwischen Ost und West noch viel tiefer, als gedacht. Weesis wissen immer noch alles besser und Ossis können nicht einmal über sich selbst lachen. Erzähle ich Wessis von Zingst, dann ist das ja im Osten. Für Ossis ist nur Zingst und Darß richtige Ostsee, während Fehmarn ja schon Westen ist und längst nicht so schön.
Covid hat zwar nicht die Menschheit ausgerottet, leider auch nicht nur die Dummen, aber es hat einen tiefen Graben durch unsere Gesellschaft gezogen, der z.T. deckungsgleich mit der Kluft zwischen Ost und West ist. Was so einem Virus, das es nach Auffassung einiger gar nicht einmal gibt, so alles gelingt...
Nun gut, Zingst und Darß können nichts dafür. Orte und Landschaften kommen auch ganz gut ohne Menschen aus. Mir hat es gefallen und ich habe mich daran erinnert, dass mein Vater schon immer von der Ostsee geschwärmt hat. So langsam verstehe ich warum...
Oh wie schön ist Bornholm
Geht es um diese Ostseeinsel, dann kann ich meine Begeisterung einfach nicht zurückhalten. Ich fiebere jedes Mal dem Moment entgegen, in dem die Endlosschleife wieder die Bilder von Bornholm auf dem Desktop-Hintergrund wiedergibt. Mehr als das Verlangen nach einer baldigen Wiederholung muss man zu dieser Reise gar nicht sagen, oder?
Ja, doch, eine Sache ist da noch. Wann immer ich die skandinavischen Länder bereise und auf die Skandinavier treffe, wird mir umso deutlicher, wie sehr Deutschland und die Menschen, die hier leben, bereits im Rückstand sind. Und dabei handelt es sich um einen Rückstand, den keine Partei oder Regierung aufholen kann. Es fehlt den Menschen in Deutschland an Antrieb und Fähigkeit. Wir könnten uns eine Menge von den Dänen & Co. abschauen. Ich wünsche mir ganz besonders die Gelassenheit der Finnen...
Ein Ausblick auf 2026
Ganz oben auf der Liste steht natürlich, wie könnte es auch anders sein, Bornholm! Bornholm gerne im Frühsommer, wenn die Temperaturen und die langen Tage zum Klettern und Bouldern einladen.
Als Städtetrip schwebt mir diesmal Oslo vor. Der letzte Aufenthalt liegt schon mehr als 20 Jahre zurück und seitdem ist dort eine Oper gebaut worden. Eine Städtereise mit Shift-Objektiv!
Und dann ist da noch so eine vage Idee. Eine große, schwedische Ostseeinsel. Vorher muss ich jedoch noch die Frage der Anreise und der Fortbewegung auf der Insel klären. Wäre da bloß nicht meine schwere Velophobie...























