Müritz - Rund um den Tiefwarensee

Einmal einen ganzen See umrunden

Die Dimensionen der Mecklenburgischen Seenplatte kann man leicht unterschätzen. Mit dem Finger auf der Landkarte ist man da schnell mal um die Müritz gewandert. Ich entscheide mich lieber für etwas, dass man auch schaffen kann: Die Umrundung des Tiefwarensees.

Der Charme dieser Runde liegt darin, dass man direkt vom Hotel aus loswandern kann. Kein Warten auf Bus oder Bahn. Keine umständliche Parkplatzsuche nach langem Wochenend-stau.

Weil es Sonntag ist begegnet man zunächst kaum anderen Leuten, außer Joggern oder Gassigehern. Überraschenderweise ist auch das Wetter noch gar nicht so schlecht, denn für heute war mein erster verregneter Urlaubstag angesagt. Aber wir wollen mal nicht den Tag vor dem Abend loben ...

geografische Einordnung:


erreichte Gipfel:

weitere Wegepunkte:

Talort(e):


Schwierigkeiten:

Höhendifferenz Aufstieg/Abstieg:

Distanz:


Zeitbedarf inkl. Pausen:

Mecklenburg-Vorpommern - Mecklenburgische Seenplatte


-/-

-/-

Waren (Müritz)


Wandern: T1      Klettern UIAA: -/-         Klettersteig: -/-         Schneeschuhe: -/-

80 m / 90 m

10,2 km


02h55m

Was gibt es es sonst noch zu berichten vom Tiefwarensee? Da wäre zunächst mal die Wolfsschlucht zu erwähnen, die im Nordosten zu finden ist. Die Geländefurchen sind hier wild und tief (klar, sonst wäre es keine Schlucht, Zing). Der Wald steht hoch und dicht. Es ist sehr dunkel. Räuber sollen hier gehaust haben. Es gelingt mir heute leider nicht, die Stimmung im Foto zu erfassen.


Der Tiefwarensee wie auch die gesamte Mecklenburgische Seenplatte sind Relikte der großen Eiszeit. Eine Informationstafel erzählt davon. Dennoch sind die Ausdehnung und der Ursprung des ehemaligen Gletschers kaum vorstellbar. Man spricht hier nicht von ein paar oder einigen dutzend Kilometern, sondern muss die Quelle in mehreren hundert Kilometern Entfernung im heutigen Polen suchen.


Der Aussichts turm im Norden ist ein mögliches Ziel, aber ich kann dort nicht viel sehen. Da passt man besser darauf auf, was im ufernahen Dickicht geschieht. Dann lässt sich auch einer der zahlreichen Graureiher beobachten.


Viel zu früh erreiche ich bereits wieder die Außenbezirke von Waren. Die Stadt wacht gegen 11:00 Uhr so langsam auf. Unbeobachtet ist man nun kaum noch und das, wo ich gerade jetzt mal so dringend etwas erledigen müsste ...


Wenigsten passen Wetter und Zeit. Ich komme so in Waren an der Bushaltestelle an, dass ich gerade einmal 10 Minuten warten muss, um zum nächsten Abenteuer überzugehen.


Zing • 14. Juni 2026