Oslo - the last shift
Mir kommen Geduld und Sorgfalt abhanden.
Am zweiten Tag in Oslo kommt das Zoom-Shift etwas seltener zum Einsatz. Tatsächlich bleibt es lange im Rucksack. Warum? Es ist etwas lästig zwei Kameras um den Hals hängen zu haben. Außerdem lässt sich fast alles irgendwie mit dem TAMRON 17-70mm/2,8 erledigen. Das Shift-Objektiv wird mir fast schon lästig...
Eine Eigenschaft lässt aus dem LAOWA CF 12-24mm F5.6 Zoom Shift einen Fluch werden: Es ist ein Zoom-Objektiv. Ich erwische mich dabei, dass ich mich kaum noch bewege und alles mit dem Zoomring erledige.
Es wäre viel günstiger, wenn ich mich für eine Brennweite entscheiden würde und dann dabei für den Rest des Tages bleibe. So jedoch entsteht eine inkonsistente Bilderserie, jedes Bild mit etwas anderer Brennweite.
Das LAOWA CF 12-24mm F5.6 Zoom Shift hat auch seine Macken. Bei jeder Brennweite muss man etwas anderes beachten. Unter 16 mm muss man den Fokusring über Unendlich hinaus drehen, um die Dezentrierung zu kompensieren. Über 16 mm muss man auf 16 abblenden, um die erforderliche Schärfeleistung zu erhalten. Bei 12 mm muss man sich für den besseren shift nach oben entscheiden; ein um 180° rotiertes Objektiv ist in der oberen rechten Ecke besser.
Alle diese Feinheiten vergesse ich aufgrund des allgemeinen Herumgezoomes und bekomme natürlich nicht die erwünschten Ergebnisse.
Es gibt zwar kaum etwas, das man nicht durch Nachbearbeitung retten könnte. Das widerspricht jedoch meinem Anspruch, dass das Bild beim Betätigen des Auslösers fertig sein muss. Ach, gäbe es doch vernüftige Shift-Objektive mit fester Brennweite für das Fuji-X-System...
Schlussfolgerung: Das Zoom Shift werde ich zunächst nur noch mit den vorgewählten Brennweiten 14, 18 und 23 mm verwenden. Am besten nur eine Brennweite pro Tag.













